Schlechtes Wetter konnte die Gäste nicht abhalten

- Beste Stimmung beim „Lebendigen Neckar“  -


Beim diesjährigen Fährfest im Rahmen der Großveranstaltung „Lebendiger Neckar“ trotzten viele Besucher, den nicht gerade günstigen äußeren Bedingungen und vergnügten sich bei den Freunden der Neckarfähre auf dem Neckarhäuserhof.  Die vielen Gäste, vor allem aus Mückenloch und der näheren Umgebung, durften sich auch in diesem Jahr an den kulinarischen Schmankerln laben, wobei der frisch geräucherte Saibling wieder unangefochten der absolute Renner war.










Wie all die Jahre zuvor, gab es auch in diesem Jahr ein Informationszelt, worin sich in diesem Jahr die Besucher über den Ausbau der Wasserstraße „Neckar“ ausgiebig informieren konnten. Dem zweiten Vorsitzenden Michael Lippschütz gelang es einmal mehr interessante Informationen zu diesem Thema zu präsentieren, wobei auch die bevorstehenden Verlängerungen der Schleusen, mitunter kritisch beäugt wurden.



Dem ersten Vorsitzenden Rüdiger Freund war es vorbehalten über die jüngsten  Aktivitäten der
Fährfreunde zu berichten. Zum einen haben sich einige Mitglieder bereit erklärt, bei den Vorbereitungsarbeiten für die Schiffs – TÜV – Abnahme der Fähre, ihre Arbeitskraft  kostenlos einzubringen. Außerdem nahm Rüdiger Freund den Festtag zum Anlass, den neu renovierten  großen „Giernachen“ an den Neckarsteinacher Bürgermeister Eberhard Petri und den Neckargemünder 1. stellvertretenden Bürgermeister Winfried Schimpf, zu übergeben. Den beiden Städtevertretern wurden symbolisch  je zwei gebackene Boots - Paddeln als Wegzehr übergeben. Winfried Schimpf  hatte als Dank für die fleißigen Helfer ein Wurstpaket im Gepäck, womit sich die vielen Uneigennützigen künftig stärken sollen.




Als prominenten Besuch wurden Roland Schilling aus Schönbrunn - Schwanheim und Helmut Beck aus Sinsheim, als Vertreter der Metropolregion RHEIN – NECKAR, begrüßt.
Über den neu renovierten  „Giernachen“ war noch zu erfahren,  dass es sich bei diesem Gefährt um eine „Seilgebundene Kahnfähre“ handelt, die im Jahre 1924 in der Ebert - Werft  Neckarsteinach gebaut wurde. Sie ist 10,20 Meter lang und kann16 Fahrgäste transportieren. Im Jahre 1931 wurde dieser „Giernachen“ mit einem Motor ausgestattet und von einer Grundseil-  in eine Hochseilfähre umgerüstet. Bei Hochwasser kann dieser Nachen an das starke Fährseil gehängt werden und mittels Strömung, Menschen ans andere Ufer befördern.




Am 1. April 1945 versenkte die deutsche Wehrmacht den Fährnachen, doch schon zwei Jahre später nutzte man das motorisierte Gefährt um einen Ausflug in den Heidelberger Zoo zu machen.
Auch das ehemalige Heidelberger Fährboot „Perkeo II“, welches heute im Besitz eines Neckargemünder Geschäftsmannes ist, erwies dem Neckarhäuserhof seine Referenz.
Chef - Kapitän Erwin Schürle lud die Festbesucher großzügig zu einer Freifahrt ein, wovon rege Gebrauch gemacht wurde.




Bericht: Robert Brenner
Fotos: Rüdiger Freund

 
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