Feierliche Amtseinführung von Pfarrerin Dr. Darina Staudt

Neue Seelsorgerin für Lobbach und Mückenloch

Die bis auf den letzten Platz besetzte Lobenfelder Klosterkirche bot mit ihrem majestätisch anmutenden Sandsteingemäuer einen würdigen Rahmen um die neue Pfarrerin, Frau Dr. Darina Staudt, in ihr Amt einzuführen. Unter den Gästen weilte auch der ehemalige und langjährige Gemeindepfarrer Günter Schuler, der bei diesem Festakt sicher an seine eigene Einführung in Waldwimmersbach vor etwa 35 Jahren erinnert wurde.


 

Unter den Klängen des Lobenfelder Posaunenchors zog Dr. Darina Staudt unter Begleitung von Bezirksdekan Ekkehard Leytz aus Eberbach und der Pfarrerin Petra Hasenkamp Neckargemünd sowie der Kirchenältesten der drei Gemeinden, in die altehrwürdige Klosterkirche ein. Pfarrerin Petra Hasenkamp, welche für die Zeit der Vakanz zuständig war, eröffnete den Gottesdienst und brachte in Ihrem Dankgebet zum Ausdruck, dass es ein Segen sei, dass Darina Staudt sich für die drei Gemeinden entschieden hat und den vielfältigen Aufgaben stellen möchte.

 

Als nächstes war es der Jugend vorbehalten die Kirchenbesucher zu überraschen. Unter der Leitung von Nicole Großkopf wurde ein Chor samt Band aus der Taufe gehoben um zur Begrüßung der neuen Pfarrerin das Lied mit dem Titel „Herzlich Willkommen bei uns“, zu intonieren. Auch Bezirksdekan Leytz war sichtlich erfreut, dass er Darina Staudt in seinem Wirkungskreis willkommen heißen darf und verkündigte die Ernennungsurkunde des Landesbischofs. Der Dekan informierte die Gottesdienstbesucher über Geschehnisse der letzen 18 Monate, wobei es darum ging, die drei Gemeinden mit all ihren vielfältigen Aufgaben und Problemen kennen zu lernen. Frau Dr. Staudt sei es während ihrer Einarbeitungszeit in relativ kurzer Zeit gelungen die Menschen zu erreichen und deren Herzen zu erobern, was letztendlich auch der Grund war, dass sich die promovierte Pfarrerin für die drei ländlichen Gemeinden entschieden hat. Dekan Leytz äußerte den Wunsch, dass die Pfarrerin die Gemeinden fördere und zusammenhalten möge. Hierbei gelte es auf sich selbst zu achten und im Namen Jesu ihren christlichen Auftrag zu erfüllen. Es folgte der kirchliche Eid dessen Inhalt aussagt, dass die drei Gemeinden nach Gottes Geboten zu leiten und zu führen sind. Diesbezüglich ging auch ein Aufruf an die Kirchenältesten, verbunden mit der Hoffnung auf eine gute und konstruktive Zusammenarbeit.

Nun sprach die neue Pfarrerin Dr. Darina Staudt in ihrer Antrittspredigt zu den Gottesdienst – Besuchern und zeigte sich überrascht über die lobenden Worte und vielfältigen Sympathie- bekundungen. In ihren Ausführungen ging die neue Pfarrerin auf ihre bisherige Arbeit in den drei Gemeinden ein.

 

Zunächst sei es ein Kennenlernen der Verantwortlichen gewesen, sie wollte wissen wo das Herz der Gemeinden schlägt und ob eine dingliche Zusammenarbeit möglich sei. Für sie sei es sehr wichtig eine gemeinsame Basis im Auge zu behalten. Bei der Indentität der einzelnen Gemeinden wurde ihr von einer Waldwimmersbacher Bürgerin im Originalton vermittelt:

„Die Wimmersbacher sin onascht wie die Loffelder un die Migglocher sin noch e mol gonz onascht“, womit sie die Anwesenden zum Schmunzeln bringen konnte! Doch der Aufruf der Pfarrerin klang positiv, sie brachte zum Ausdruck, dass es ihr bewusst sei, dass sie alleine nichts bewegen könne und dass alle Gemeindemitglieder zur konstruktiven Mitarbeit aufgefordert seien. Besonders am Herzen liegt Darina Staudt die Jugend zu erreichen. Ein besonderer Dank galt ihrer Familie für das große Verständnis bei ihrer vielfältigen Arbeit

Am Schluss des harmonischen Gottesdienstes gab es noch Grußworte, sowohl von kirchlicher und kommunaler Seite als auch von Vereinigungen, wobei auch Pfarrer Tutschke und dessen Sohn von der Lobbacher Partnergemeinde, aus dem 600 Kilometer entfernten Barnewitz im Havelland, herzliche Glückwunsche übermittelten.

 

Musikalisch umrahmt wurde der Einführungs - Gottesdienst vom evangelischen Kirchenchor Waldwimmersbach und dem Posaunenchor Lobenfeld. An der Orgel begleitete Barbara Smolik.

Robert Brenner

 
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